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Rubrik: Luftabwehr Translation: English French Spanish Italian Dutch Danish Polish Russian
Der NATO-Luftverteidigungsgürtel in Niedersachsen - FlaRak-System Hawk
 Relikte des Kalten Krieges: 
Grundsätzliches über die Elemente und das Zusammenwirken im NATO-Luftverteidigungsgürtel ist auf der Themenseite nachzulesen.
Auf dieser Seite wird näher auf Technik, Stellungen und Verbände des FlaRak-Systems Hawk eingegangen.

Das Waffensystem:
Das FlaRak-System Hawk ist in sehr kurzer Zeit entwickelt worden. Im Jahre 1953 gab die US Army einen Entwicklungsauftrag für ein System zur Abwehr von schnellfliegenden Luftfahrzeugen im niedrigen bis hohen Luftraum. Im folgenden Jahr ist die Entwicklung an die Firma Raytheon übertragen worden. Und schon 1955 erfolgte der erste Flug einer Rakete. Das System erhielt die Bezeichnung Hawk. Erst später wurde der Name als Abkürzung für Homing All the Way Killer bezeichnet. Am 22. Juni 1956 ist der erste scharfe Schuß mit dem System erfolgt. 1958 begann die Serienfertigung, also nur fünf Jahre nach dem Stellen des Entwicklungsauftrages.
Die erste Version der Rakete, Bezeichnung MIM-23 A, hatte eine Reichweite von 25 km und konnte eine maximale Höhe von 13.700 m erreichen. Der 584 kg schwere Flugkörper brachte es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 650 m/sec Die Rakete hatte eine Länge von 5,08 m, Durchmesser 0,37 m und Spannweite von 1,19 m. Der Gefechtskopf war mit 54 kg beladen und erzeugte 1.700 Splitter.

Es gab im Laufe der jahrzehntelangen Nutzungszeit diverse Kampfwertsteigerung. Die Grundlegendste fand zwischen Februar 1975 und Oktober 1978 statt. In diesem HELIP genannten Programm wurde die Leistung des Systems enorm gesteigert, seitdem ist es als "Improved Hawk" bezeichnet worden. Der Flugköper trug ab da die Kennung MIM-23 B. Seine Reichweite lag nun bei 40 km und die größte Höhe bei 17.700 m. Als Höchstgeschwindigkeit konnte jetzt 900 m/sec erreicht werden. Die Abmessungen des Flugkörpers blieben fast unverändert. Das Gewicht stieg auf 635 kg. Der neue Gefechtskopf trug 75 kg und erzeugte 16.000 Splitter.
Auch die Peripheriegeräte des Systems sind modernisiert worden. Durch diese Maßnahme wurde es möglich, eine Batterie in zwei selbständig arbeitende Halb-Batterien aufzuteilen. Eine Hälfte benutzte die Battery Control Central (BCC), die Information Coordination Central (ICC) sowie die Radargeräte Pulse Acquisition Radar (PAR) und Range Only Radar (ROR). Dazu setzte es drei Laucher und das Zielverfolgungsradar HPIR ein. Diese Halbbatterie erhielt die Bezeichnung "Battery minus".
Die andere Hälfte verwendete den Platoon Command Post (PCP) und das Continuous Wave Acquisition Radar (CWAR). Auch hier kamen wieder drei Laucher und ein HPIR-Radar dazu. Diese Halbbatterie trug den Namen "Assault Fire Unit".
Ab 1981 ist eine weitere grundlegende Kampfwertsteigerung durchgeführt worden, das Programm HAWK-PIP. Im Wesentlichen enthielt dieses weitere Umrüstungen der Feuerleit- und Systemgeräte von analoger zur digitalen Technik.
Diverse Komponenten des Systems sind auch auf der Seite "Eine aktive Hawk-Stellung" zu sehen.

Die Stellungen:
Auf der Suche nach einem geeigneten System als Ergänzung zur Nike im NATO-FlaRak-Gürtel fiel die Wahl auf die Hawk. Sie wurde in Mitteleuropa von Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich eingeführt. Die US Army stationierte das System ab 1960 ebenfalls in Deutschland. Für die europäischen NATO-Partner hatte man eine Lizenzfertigung durch verschiedene Werke in Westeuropa beschlossen. Die Produktion lief im Jahre 1961 an.
Ab 1963 wurde das System von der Luftwaffe der Bundeswehr und der Koninklijke Nederlandse Luchtmacht im Rahmen des Luftverteidigungsgürtels auch in Niedersachsen stationiert. Das System war voll mobil, alle Komponenten waren auf LKW oder Anhängern verlastet. In Spannungszeiten sollten Feldstellungen bezogen werden, die jederzeit schnell gewechselt werden konnten.
Im Frieden sind fest ausgebaute Einsatzstellungen bezogen worden. Hier konnten die Elemente des Systems innerhalb eines geschützten militärischen Bereiches zur Luftraumsicherung genutzt werden. Im Falle eines Überraschungsangriffs wäre aus diesen Liegenschaften der Kampf aufgenommen worden. Jede Batterie verfügte darüber hinaus über bis zu fünf vorerkundete Wechselstellungen. In kürzester Zeit hätten eine Einheit die Einsatzstellung verlassen können.

Für jeden Hawk-Verband existierte ein übergeordnetes Battalion Operation Center (BOC), bzw. bei den Niederländern Groeps Operatiën Centrum (GOC). Hier waren weitere Führungsmittel untergebracht. Diese BOC/GOC koordinierten den Einsatz der einzelnen Batterien bzw. Squadrons des Verbandes. Bei der Bundesluftwaffe waren sie stets in einer der vier Stellungen des Bataillons integriert. Die Niederländische Luftwaffe dagegen brachte die GOC innerhalb der drei Kasernen der 3., 4. und 5. GGW unter.

Auf folgenden Seiten werden einzelne Stellungen detaillierter vorgestellt. Jede für sich ist Beispiel einer Variante: Lichtenmoor ist eine Standard-FlaRak-Stellung, ähnlich wie sie waren die meisten Standorte aufgebaut. Oyten gehörte zur Gattung der Turmstellungen. Da dort die Reichweite der Radargeräte durch umliegende Hindernisse eingeschränkt war, mußten sie auf 12 - 15 m hohe Türme gesetzt werden. In Niedersachsen wurden neben Oyten lediglich Ebersdorf, Eversen und Barsinghausen sowie die nicht mehr bezogene Stellung Steyerberg mit Türmen ausgestattet. Schließlich stellt Belum eine Stellung dar, die neben der regulären FlaRak-Batterie auch das Battalion Operation Center (BOC) beheimatete. Ergänzt wird dies durch die Seite über die Turmstellung Ebersdorf, auf der auch Fotos aus der aktiven Betriebszeit zu finden sind.
Die Einrichtungen der Niederländer wichen in verschiedenen Details von deutschen Anlagen ab. Eine dieser Stellungen zeigt die Seite Borstel. Die in den Kasernen untergebrachten Groeps Operatiën Centrum (GOC) stellt beispielhaft die Seite Stolzenau dar.

Die Dislozierung:
Der östliche Rand des Nike-Gürtels lag ca. 150 km westlich des Eisernen Vorhangs. Der Hawk-Gürtel wurde östlich der Nike-Stellungen aufgebaut. Die Reichweite der Hawk war geringer, so mußten entsprechend mehr Raketenstellungen aufgebaut werden. Auch dieser Gürtel bestand aus einer vorderen und einer hinteren Linie, der 1st und 2nd Row. Zwischen beiden betrug die Distanz selten mehr als 30 km. Auch in der Nord-Süd-Ausdehnung wurde diese Entfernung kaum überschritten, in Niedersachsen waren es dabei sogar überwiegend nur ca. 20 km.
Anders als bei der Nike sind in der Anfangszeit nur wenige temporäre Stellungen auf ehemaligen Flugplätzen des II. Weltkrieges errichtet worden. Lediglich in Brockzetel und Varel-Friedrichsfeld waren solchen vorübergehend vorhanden. Die ersten der vollausgebauten Einsatzstellungen wurden von der Niederländischen Luftwaffe im August 1964 bezogen. Die letzten bezog die Bundesluftwaffe 1971.
Bis zum Ende des Kalten Krieges standen die Hawk-Stellungen im Luftverteidigungsdienst. Mit der neuen geographischen Ausdehnung Deutschlands nach der Wiedervereinigung entfiel der Sinn des FlaRak-Gürtels. Es folgten Umorganisationen und Verbandsauflösungen. Trotzdem vergingen noch etliche Jahre, bis die letzte dieser Stellungen in Niedersachsen aufgegeben worden ist. Erst 2002 war endgültig Schluß, heute gibt es hier keine Hawk-Stellungen mehr.

Nun die für Niedersachsen relevanten Verbände und Stellungen mit kurzen Daten über ihre Entwicklung und den Verbleib.

Deutschland Die Bundesluftwaffe:
Die Historie der Hawk-Bataillone der Luftwaffe liegt in den anfangs mit Flugabwehrkanonen ausgerüsteten Luftwaffen-Flugabwehrbataillonen. Im Falle des FlaRakBtl 31 liegen die Wurzeln sogar beim Heer.

Deutschland FlaRakBtl 31:
04.58 aufgestellt als Heeres-FlaArtBtl 484 in Bremen-Gohn, Roland-Kaserne; 01.59 verlegt nach Rheine, Kaserne Gellendorf; 03.59 umbenannt in FlaBtl 180; 07.61 Wechsel zur Luftwaffe und umbenannt in FlaRakBtl 31; 03.63 verlegt nach Westertimke, Timke-Kaserne; 07.93 verlegt nach Sanitz (Mecklenburg-Vorpommern); 12.02 aufgelöst.
Ausgerüstet zunächst mit Flak 75 mm Skysweeper; 07.61 mit Wechsel zur Luftwaffe Flak ausgesondert; 10.63 Zulauf Hawk.
BOC: 1966 in Stlg. Nartum; 1993 aufgegeben.

1./31 - Bis 1963 identisch mit Bataillon; 03.63 verlegt nach Westertimke, Timke-Kaserne; 07.92 umbenannt in 3./36 und an FlaRakG 36 abgegeben; 1996 verlegt nach Bremervörde, Vörde-Kaserne; 07.02 aufgelöst.
Stellung: 1963 temporäre Stlg. in Westertimke; 1966 verlegt nach Nartum; 1996 verlegt nach Vollersode; 2002 aufgegeben.

2./31 - Bis 1963 identisch mit Bataillon; 1963 verlegt nach Rotenburg (Wümme), Lent Kaserne; 07.92 umbenannt in 5./36 und an FlaRakG 36 abgegeben; 12.95 verlegt nach Bremervörde, Vörde-Kaserne und deaktiviert; 07.01 aufgelöst.
Stellung: 1966 Eversen (Turmstellung); 1995 aufgegeben.

3./31 - Bis 1964 identisch mit Bataillon; 01.64 verlegt nach Bremen-Vahr, Lettow-Vorbeck-Kaserne; 07.92 umbenannt in 6./36 und an FlaRakG 36 abgegeben; 1993 verlegt nach Westertimke, Timke-Kaserne; 12.95 verlegt nach Bremervörde, Vörde-Kaserne und deaktiviert; 07.01 aufgelöst.
Stellung: 07.68 Oyten (Turmstellung); 1993 verlegt nach Westerbeck; 1997 aufgegeben.

4./31 - Bis 1966 identisch mit Bataillon; 01.66 verlegt nach Lübberstedt, ehem. Muna; 07.93 verlegt nach Sanitz (Mecklenburg-Vorpommern); 12.02 aufgelöst.
Stellung: 10.66 Westerbeck; 1993 freigezogen.

Deutschland FlaRakBtl 35:
07.57 aufgestellt als LwFlaBtl 42 in Bremerhaven, Kaserne Roter Sand; 1958 verlegt nach Oldenburg-Donnerschwee, Donnerschwee-Kaserne; 07.64 umbenannt in FlaRakBtl 35; 04.68 verlegt nach Delmenhorst-Deichhorst, Caspari-Kaserne; 12.92 aufgelöst.
Ausgerüstet zunächst mit Flak Bofors 40 mm L/70; 04.65 Zulauf Hawk.
BOC: 1968 in Stlg. Wachendorf; 1992 aufgegeben.

1./35 - Bis 1968 identisch mit Bataillon; 1968 verlegt nach Dörverden-Barme, Niedersachsen Kaserne; 04.92 umbenannt in 5./31 und an FlaRakG 31 abgegeben; 1994 verlegt nach Prangendorf (Mecklenburg-Vorpommern); 12.01 aufgelöst.
Stellung: 1969 Wittlohe; 1994 aufgegeben.

2./35 - Bis 1968 identisch mit Bataillon; 1968 verlegt nach Dörverden-Barme, Niedersachsen Kaserne; 04.92 umbenannt in 6./31 und an FlaRakG 31 abgegeben; 1993 verlegt nach Sanitz (Mecklenburg-Vorpommern); 12.01 aufgelöst.
Stellung: 1969 Lichtenmoor; 1993 aufgegeben.

3./35 - Bis 1969 identisch mit Bataillon; 1969 verlegt nach Nienburg-Langendamm, Clausewitz Kaserne; 10.92 umbenannt in 5./38 und an FlaRakG 38 abgegeben; 08.93 verlegt nach Arolsen (Hessen); 12.01 aufgelöst.
Stellung: 1969 Wohlenhausen; 08.93 aufgegeben.

4./35 - Bis 1968 identisch mit Bataillon; 04.68 verlegt nach Delmenhorst-Deichhorst, Caspari Kaserne; 10.92 umbenannt in 6./38 und an FlaRakG 38 abgegeben; 07.93 verlegt nach Arolsen (Hessen); 12.01 aufgelöst.
Stellung: 1968 Wachendorf; 07.93 aufgegeben.

Deutschland FlaRakBtl 36:
07.57 aufgestellt als LwFlaBtl 41 in Göttingen, Ziethen-Kaserne; 1958 verlegt nach Essen-Kupferdreh, Ruhrland-Kaserne; 04.65 verlegt nach Varel-Friedrichsfeld; 07.65 umbenannt in FlaRakBtl 36; 10.71 verlegt nach Bremervörde, Vörde-Kaserne; 07.02 aufgelöst.
Ausgerüstet zunächst mit Flak Bofors 40 mm L/70; 1964 Zulauf Hawk.
BOC: 1969 in Stlg. Deinstedt; 2002 aufgegeben.

1./36 - Bis 1971 identisch mit Bataillon; 10.71 verlegt nach Bremervörde, Vörde-Kaserne; 07.02 aufgelöst.
Stellung: 1965 temporäre Stlg. auf ehem. Flugfeld Varel-Friedrichsfeld; 1969 verlegt nach Ebersdorf (Turmstellung); 2002 aufgegeben.

2./36 - Bis 1971 identisch mit Bataillon; 10.71 verlegt nach Bremervörde, Vörde-Kaserne; 07.02 aufgelöst.
Stellung: 1965 temporäre Stlg. auf ehem. Flugfeld Varel-Friedrichsfeld; 1969 verlegt nach Deinstedt; 2002 aufgegeben.

3./36 - Bis 1965 identisch mit Bataillon; 04.65 verlegt nach Lübberstedt, ehem. Muna; 07.92 umbenannt in 3./31 und an FlaRakG 31 abgegeben; 10.95 deaktiviert; 1996 umbenannt in 6./31; 12.01 aufgelöst.
Stellung: 10.66 Vollersode; 1996 freigezogen.

4./36 - Bis 1965 identisch mit Bataillon; 04.65 verlegt nach Bremerhaven, Kaserne Roter Sand; 1971 verlegt nach Schiffdorf, Kaserne Schiffdorf; 10.89 umbenannt in 2./37 und an FlaRakG 37 abgegeben; 10.92 umbenannt in 6./39 und an FlaRakG 39 abgegeben; 1994 verlegt nach Stadum (Schleswig-Holstein); 12.95 deaktiviert; 12.01 aufgelöst.
Stellung: 1969 Bramel; 1993 aufgegeben.

Deutschland FlaRakBtl 37:
07.57 aufgestellt als LwFlaBtl 44 in Hamburg-Osdorf, General-Schwarzkopff-Kaserne; 1958 verlegt nach Hamburg-Iserbrook, Reichspräsident-Ebert-Kaserne; 1960 verlegt nach Aurich, Blücher-Kaserne; 06.65 umbenannt in FlaRakBtl 37; 02.70 verlegt nach Cuxhaven, Kaserne Grimmershörn; 02.71 verlegt nach Bremerhaven, Kaserne Roter Sand; 04.74 verlegt nach Cuxhaven-Altenwalde, Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne; 12.92 aufgelöst.
Ausgerüstet zunächst mit Flak Bofors 40 mm L/70; 06.65 Zulauf Hawk.
BOC: 1965 temporäres BOC auf ehem. Flugfeld Brockzetel; 02.70 verlegt in Stlg. Belum; 1992 aufgegeben.

1./37 - Bis 1970 identisch mit Bataillon; 02.70 verlegt nach Cuxhaven, Kaserne Grimmershörn; 04.74 verlegt nach Cuxhaven-Altenwalde, Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne; 10.92 umbenannt in 5./39 und an FlaRakG 39 abgegeben; 1994 verlegt nach Stadum (Schleswig-Holstein); 1996 umbenannt in 2./39; 12.02 aufgelöst.
Stellung: 1965 temporäre Stlg. auf ehem. Flugfeld Brockzetel; 02.70 verlegt nach Belum; 1993 aufgegeben.

2./37 - Bis 1971 identisch mit Bataillon; 1971 verlegt nach Bremervörde, Vörde-Kaserne; 10.89 umbenannt in 4./36 und an FlaRakG 36 abgegeben; 07.02 aufgelöst.
Stellung: 1965 temporäre Stlg. auf ehem. Flugfeld Brockzetel; 1971 verlegt nach Lamstedt-Nindorf; 2002 aufgegeben.

3./37 - Bis 1970 identisch mit Bataillon; 02.70 verlegt nach Cuxhaven, Kaserne Grimmershörn; 04.74 verlegt nach Cuxhaven-Altenwalde, Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne; 10.92 umbenannt in 1./31 und an FlaRakG 31 abgegeben; 1996 verlegt nach Prangendorf (Mecklenburg-Vorpommern); 12.02 aufgelöst.
Stellung: 1965 temporäre Stlg. auf ehem. Flugfeld Brockzetel; 02.70 verlegt nach Krempel; 1995 aufgegeben.

4./37 - Bis 1967 identisch mit Bataillon; 1967 verlegt nach Cuxhaven-Altenwalde, Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne; 10.92 umbenannt in 2./31 und an FlaRakG 31 abgegeben; 1995 deaktiviert und verlegt nach Prangendorf (Mecklenburg-Vorpommern); 1996 umbenannt in 5./31; 12.01 aufgelöst.
Stellung: 1965 temporäre Stlg. auf ehem. Flugfeld Brockzetel; 03.67 verlegt nach Gudendorf; 1995 aufgegeben.

Niederlande Die Koninklijke Luchtmacht:
In der ersten Zeit nach ihrer Aufstellungen waren die Squadrons der Niederländischen Luftwaffe mit einem Buchstaben gekennzeichnet, es gab die A - D-Sqn der jeweiligen GGW. 1965 wurde die unten gezeigte Numerierung eingeführt.
Bei der Wahl der Standorte von Kasernen gab es einzelne Verschiebungen. Die Kaserne der 4. GGW sollte ursprünglich in Bad Münder errichtet werden. Da dort keine geeignete Fläche zu bekommen war, wich man nach Hessisch-Oldendorf aus. Auch für die 5. GGW hatte man die Kaserne nicht am letztendlichen Standort geplant, erst war Nienburg vorgesehen.
Aus Kostengründen gab es bei den Niederländern bis 1975 einige Einschränkungen und Reduzierungen. Die Nichtaufstellung der ursprünglichen 503 Sqn im Jahre 1968 war das erste Beispiel. Deaktivierungen ab 1970 und die endgültige Aufgabe der Stellung Bad Münder 1972 folgten. Ein großer Umbruch fand schließlich am 1. Juli 1975 statt, man löste die 4. GGW auf. Damit reduzierte die Niederländische Luftwaffe die Anzahl der Hawk-Stellungen von elf auf acht.

Niederlande 3. GGW:
08.63 aufgestellt in Fort Bliss/USA; 11.64 verlegt nach Blomberg (NRW); 07.94 aufgelöst.
GOC: 1965 in Kaserne Blomberg (NRW); 07.94 aufgegeben.

324 Sqn - 10.63 aufgestellt in Fort Bliss/USA; 11.64 verlegt nach Blomberg (NRW); 07.70 deaktiviert; 12.72 reaktiviert; 07.95 in 803 Sqn aufgegangen und verlegt nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 08.64 Aerzen-Laatzen; 07.95 aufgegeben.

326 Sqn - 10.63 aufgestellt in Fort Bliss/USA; 11.64 verlegt nach Blomberg (NRW); 07.94 in 801 Sqn aufgegangen und verlegt nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 08.64 Horn-Bad Meinberg, Velmerstot (NRW); 04.90 umgebaut für Patriot; 07.94 aufgegeben.

327 Sqn - 10.63 aufgestellt in Fort Bliss/USA; 11.64 verlegt nach Blomberg (NRW); 07.75 422 Sqn eingegliedert; 07.95 in 804 Sqn aufgegangen und verlegt nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 1965 Schwelentrup (NRW); 07.75 verlegt in Stellung Goldbeck; 1988 umgebaut für Patriot; 07.95 aufgegeben.

328 Sqn - 10.63 aufgestellt in Fort Bliss/USA; 11.64 verlegt nach Blomberg (NRW); 07.94 in 802 Sqn aufgegangen und verlegt nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 1965 Schwalenberg (NRW); 07.94 aufgegeben.

Niederlande 4. GGW:
10.64 aufgestellt in Hessisch-Oldendorf; 1.7.75 aufgelöst.
GOC: 1965 in Kaserne Hessisch-Oldendorf; 07.75 aufgegeben.

420 Sqn - 10.64 aufgestellt in Hessisch-Oldendorf; 07.70 deaktiviert; 1.7.75 aufgelöst.
Stellung: 06.66 Barsinghausen (Turmstellung); 12.72 geräumt.

421 Sqn - 10.64 aufgestellt in Hessisch-Oldendorf; 1.7.75 aufgelöst.
Stellung: 1965 Bad Münder; 12.72 verlegt in Stellung Barsinghausen (Turmstellung); 07.75 aufgegeben.

422 Sqn - 10.64 aufgestellt in Hessisch-Oldendorf; 1.7.75 in 327 Sqn aufgegangen, damit 3. GGW unterstellt.
Stellung: 1965 Goldbeck.

423 Sqn - 12.64 aufgestellt in Hessisch-Oldendorf; 1.7.75 umbenannt in 503 Sqn und 5. GGW unterstellt.
Stellung: 08.66 Reinsdorf.

Niederlande 5. GGW:
09.66 aufgestellt in Stolzenau; 07.95 aufgelöst.
GOC: 1967 in Kaserne Stolzenau; 07.95 aufgegeben.

500 Sqn - 05.67 aufgestellt in Stolzenau; 07.94 aufgegangen in 801 Sqn und verlegt nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 1967 Borstel; 07.94 aufgegeben.

501 Sqn - 06.67 aufgestellt in Stolzenau; 07.95 aufgegangen in 804 Sqn und verlegt nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 1967 Winzlar; 07.95 aufgegeben.

502 Sqn - 05.67 aufgestellt in Stolzenau; 07.94 aufgegangen in 802 Sqn und verlegt nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 11.67 Hoysinghausen; 1987 umgebaut für Patriot; 07.94 aufgegeben.

503 Sqn - 07.75 423 Sqn umbenannt in 503 Sqn und verlegt nach Stolzenau; 07.95 aufgegangen in 803 Sqn und verlegt nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 07.75 Reinsdorf; 1988 umgebaut für Patriot; 07.94 verlegt nach Hoysinghausen; 07.95 aufgegeben.
Aufstellung der 503 Sqn war ursprünglich 1968 geplant, nicht durchgeführt.
Stellung nach ursprünglicher Planung: Steyerberg (Turmstellung) - fertiggestellt, wurde aber nicht bezogen; Nutzung später durch Bundeswehr als Pioniergerätelager.

 Zustand: 
Sämtliche ehemaligen Hawk-Stellungen in Niedersachsen wurden inzwischen aufgelöst und von den Truppen freigezogen. Sie werden oft von landwirtschaftlichen oder gewerblichen Betrieben angekauft und zivil genutzt, in der Folge verschwinden die Spuren der militärischen Nutzung mehr oder weniger.

 Zugang: 
Fast alle Stellungen sind nach wie vor nicht zugänglich.

 Hinweis: 
Ein Web über sämtliche Hawk-Einheiten und Stellungen in Deutschland:
http://www.flarakg36.de
Die Komponenten des Systems Hawk werden auf dieser Seite näher erläutert:
http://www.panzerbaer.de/guns/bw_flarak_hawk-a.htm

Verschiedene FlaRak-Verbände sind im Internet präsent.
Die FlaRakGrp 31 aus Sanitz:
http://www.flarakgruppe31.de
Auch die Traditionsgemeinschaft des FlaRakG 35 ist im Internet vertreten:
http://www.hawk35.de
Das Web über die FlaRakG 36:
http://www.alpha-section-present.de

Diese zwei hervorragenden Werke mit gleichem Namen zeigen alle Details des FlaRak-Gürtels.
Über die Flugabwehrraketentruppe der Bundesluftwaffe:
Titel: Blazing Skies
Autoren: Wilhelm von Spreckelsen, Wolf-Jochen Vesper
Verlag: Isensee Verlag, Oldenburg
ISBN: 3-89995-054-2

Ü ber die Niederländischen Groepen Geleide Wapens in Deutschland:
Titel: Blazing Skies Niederländisch
Autor: Rinus Nederlof
Verlag: Sdu Uitgevers, Den Haag
ISBN: 90-12-09678-2
Fotos:

Hawk
FlaRak-System Hawk


Deutschland Stellungen der Bundesluftwaffe:

Nartum
Das Tor der Stellung Nartum

Sicherungsposten
Hier ein Sicherungsposten außerhalb der Stellung, vor dem Tor gelegen.

Schutzmaßnahmen
Hinweis auf die Schutzmaßnahmen der Liegenschaft

Nahbereichsverteidigung
Im Radarwall ist ein Stand für die Nahbereichsverteidigung integriert

Signalmasten
Links ein Signalmast für Luft- oder ABC-Alarm, rechts ein Blitzschutzmast.

Verteidigungsstellung
In den Eckbereichen der Umzäunung befand sich oft eine geschützte Verteidigungsstellung

Bereitschaftsgebäude
Die massive Flanke des Bereitschaftsgebäudes der Stellung Bramel

Richtfunkverbindung
Erhaltener Mast für Richtfunkverbindungen in der Hawk-Stellung mit BOC Wachendorf

Erdwälle
Um die Reichweite der Radargeräte zu verbessern, wurden Erdwälle aufgeschüttet.

Boxen
Die auf Anhänger verlasteten Radargeräte wurden in den Stellungen in diese Boxen gefahren

Schutz
Die Radarbox bot Schutz gegen Witterungseinflüsse

Bedienungsleitstand
Aus dem verbunkerten Bedienungsleitstand wurde die Startbereitschaft der Flugkörper hergestellt

Schutzhaube
Diese Perspektive erlaubt einen Blick in das Innere der Schutzhaube

Wetterschutz
Ein Wetterschutz für Launcher im geschlossenen Zustand

Abdeckung
Der Wind hat dieser Abdeckung arg zugesetzt


Niederlande Stellungen der Koninklijke Luchtmacht:

Türme
Bei ungünstigen Umgebungsbedingungen wurden die Radargeräte auf Türme gesetzt, hier in der Stellung Barsinghausen.

"HALT"
Auf der Zufahrtstraße ist schemenhaft noch der Schriftzug "HALT" zu lesen. Die Betonpoller im Hintergrund zeigen den früheren Standort des Tores.

Abschußplattform
Eine Abschußplattform der Sektion Bravo ist noch erkennbar.

Nahverteidigungsposten
Reste eines Nahverteidigungspostens in Barsinghausen

Die folgenden Bilder der Stellung Aerzen-Laatzen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Jörg Meyer

Bereitschaftsgebäude
Das Bereitschaftsgebäude der Stellung Laatzen im Tarnanstrich

Röhrenbunker
Blick in einen Röhrenbunker

Generatorengebäude
Die Generatorengebäude nahmen die Anhänger mit SEA auf

 
Die Abbildung zeigt die Maximalzahl der Stellungen, zeitgleich war dieser Zustand nie gegeben.
Karte
 
Quellenangabe:
- Wilhelm von Spreckelsen, Wolf-Jochen Vesper: Blazing Skies
- Rinus Nederlof: Blazing Skies
- Archiv J. Dreifke
- Archiv J. Meyer
- E. Pütting
- J. Uittenbogaard
 
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